Der Lachs ist wieder in der Kinzig zurück
Am Sonntag, den 21.11.2011 wurden drei Lachse in der alten Kinzig in Willstätt gesichtet. Eine Woche vorher wurde ebenfalls an gleicher Stelle ein 82 cm großer Lachs gefangen und oberhalb des Wehres wieder in der Kinzig besetzt.
Die drei Lachse vom Sonntag haben heute begonnen eine Laichgrube unweit der Sichtungsstelle zu schlagen. Zwei der drei Lachse kann man schon als Kapital bezeichnen da sie ca. 1 m länge haben. Dies ist nach dem Einzellaichplatz
2004 und 2007 in Wolfach das erste mal, dass wir Lachse während des Laichgeschäftes direkt beobachten können. Es wird versucht das Geschehen auch per Film zu dokumentieren.
Vorab ein Bild eines der Lachsweibchen (von heute) über der Laichgrube in der Kinzig in Willstätt.

Positionspapier zur Wasserkraftanlage Schönthaler
Positionspapier des Landesfischereiverbandes Baden-Württembergs e. V. zur ehemaligen Wasserkraftanlage "Schönthaler" an der Alb in Fischweier
Hier können Sie das komplette Positionsschreiben als pdf.Datei runterladen.
Fischfang mit künstlichem Licht ist verboten!
In der Anglerzeitschrift "FISCH&FANG" Heft 8/2011 wird in großer Aufmachung das Anbringen von Knicklichtern an Natur- oder Kunstködern für Raubfische angepriesen, obwohl dies rechtswidrig ist.
In Baden-Württemberg ist ebenso wie in vielen anderen Ländern der "Fischfang mit künstlichem Licht" durch das Fischereigesetz verboten. Entgegen der Darstellung in FISCH&FANG gibt es hier keine "juristische Grauzone", vielmehr fällt die angepriesene Methode eindeutig unter das Verbot. Dabei kommt es, auch anders als in FISCH&FANG dargestellt, nicht darauf an, was der Gewässerpächter meint, denn auch der kann bestehende gesetzliche Verbote nicht aufheben.
Ein Verstoß gegen das Verbot ist eine Ordnungswidrigkeit und kann empfindlich geahndet werden. Auch ein Gewässerpächter, der die geschilderte Anwendung von Knicklichtern zulässt, macht sich schuldig.
R. Sosat
Referent für Arten- und Gewässerschutz
info@lfvbw.de
Liebe Fischer,
am 2. Juli 2011 trat der bisherige Präsident des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg (LFV BW), Herr Wolfgang Reuther, nicht mehr zur Wahl an. Die Delegiertenversammlung in Denkendorf wählte mich daraufhin einstimmig zum neuen Präsidenten. Im Namen der gesamten Fischerei möchte ich mich bei Herrn Reuther für seine geleistete Arbeit bedanken.
Mein Name ist Ralf Oberacker und mit 47 Jahren bin ich der bisher jüngste Präsident des LFV BW. Zusammen mit meiner Frau wohne ich in Dettenheim bei Karlsruhe, wo ich auch aufgewachsen bin. Unsere Kinder stehen bereits auf eigenen Füßen. Von meinem bisherigen Amt als Vizepräsident des Landesfischereiverbandes Baden bin ich zurückgetreten, um mich voll und ganz meinen neuen Aufgaben im Dachverband widmen zu können.
Durch meinen Vater bin ich von klein auf der Angelfischerei verbunden. Angeln, gemütlich am Wasser sitzen, der Natur lauschen und sich von den Strapazen des Alltags erholen, das ist eine der schönsten Beschäftigungen überhaupt.
Die Angelfischerei besteht aber nicht nur daraus, Fische zu fangen, sondern auch aus dem Schutz und der Erhaltung der im und am Wasser lebenden Tier- und Pflanzenwelt sowie der Hege und Pflege unserer Gewässer. Aus diesem Grund ist der LFVBW ein anerkannter Naturschutzverband und Mitglied des Landesnaturschutzverbandes (LNV). Im LNV und seinen Arbeitskreisen werden wichtige Themen, die auch die Fischerei betreffen, besprochen und mit auf den Weg gebracht. Die Möglichkeit der Mitarbeit in diesen Arbeitskreisen sollte deshalb vermehrt wahrgenommen werden. Hierbei werden wir weitere tatkräftige Helfer benötigen.
Der LFV BW fördert alle Zweige des Fischereiwesens und legt großen Wert auf die Jugendarbeit, um den Jugendlichen die Natur und das fischereiliche Brauchtum näher zu bringen. Die Zukunft der Fischerei liegt in ihren Händen.
Es ist mir ein Anliegen, die Fischerei vermehrt in die Gewässerpädagogik mit einzubringen. Nur wir Fischer besitzen die Fachkompetenz und das Fachwissen, Kinder und Jugendliche so früh wie möglich mit der Natur an und in den Gewässern vertraut zu machen und ein Gefühl für ihren Nutzen und ihr Schutzbedürfnis in den Köpfen der Jugend zu wecken.
Ein weiterer Punkt, der mir am Herzen liegt, ist die Fusion der Regionalverbände. Das gegenseitige Misstrauen und die Alleingänge einzelner Regionalverbände schwächen den Stand der gesamten Fischerei in Baden-Württemberg. Dies muss endlich aufhören. Nur wenn wir unsere Kräfte bündeln und uns vereinigen werden wir in der Lage sein unseren berechtigten Forderungen den nötigen Nachdruck zu verleihen.
Ich bin guter Hoffnung das die Vernunft obsiegt und mir dieses im Sinne der gesamten Fischerei gelingt.
Ich danke allen Beteiligten in der Fischerei für ihr Engagement und baue weiterhin auf Eure Unterstützung.
Ralf Oberacker
Landesfischereitag Denkendorf 2011
DENKENDORF. Der diesjährige Landesfischereitag, zu dem der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. (LFVBW) in die Festhalle Denkendorf eingeladen hatte, stand ganz im Zeichen des drohenden intensiven Ausbaus der kleinen Wasserkraft in Baden-Württemberg. Präsident Reuther fordert das Land auf, auch die Ökologie der Gewässer zu berücksichtigen und das Programm zur Wiedereinbürgerung des Lachses nicht zu gefährden.
Als aktuellen Aufhänger für seine Eröffnungsansprache wählte Präsident Reuther die derzeitigen Bemühungen einer Gemeinde an der Kinzig, eine weitere Wasserkraftanlage zu installieren. Die Kinzig ist für die Wiederansiedelung des Lachses bei uns von zentraler Bedeutung. Ein weiteres Wasserkraftwerk am ohnehin schon stark ausgebauten Fluss könnte den Erfolg der Wiederansiedelung in Frage stellen. Präsident Reuther stellte die Vor- und Nachteile des Wasserkraftausbaus ausführlich dar und forderte das Land auf, Ökonomie und Ökologie gegeneinander abzuwägen und die für den Naturschutz geschaffenen Instrumente auch anzuwenden. Anderenfalls müsse sich der LFVBW fragen, ob er sich weiterhin mit Idealismus, Kapital und Arbeit für die Lachswiederansiedelung engagiert oder es zukünftig sein lässt.
Der stellvertretende Landtagspräsident Wolfgang Drexler von der SPD lobte in seiner Rede die Verdienste der Fischer zum Schutz der Artenvielfalt und der Ökologie sowie in der Jugendarbeit. Zur den erneuerbaren Energien betonte er, dass es keine Erweiterung sondern nur eine Beschleunigung der bisherigen Planung zum Ausbau der Wasserkraft gibt. Große Potentiale sieht er jedoch nur bei Windkraft, Solarenergie und Biogasanlagen.
Auch der zweite Redner, MDL Dr. Friedrich Bullinger von der FDP forderte die Verbesserung bestehender Wasserkraftanlagen an Stelle von die Ökologie zerstörenden Neubauten.
Abteilungsleiter Joachim Hauck vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg überbrachte die Grüße von Minister Bonde, lobte die Naturverbundenheit fördernde Jugendarbeit des Verbandes und betonte, dass das Ministerium beim Thema Wasserkraft den Fischartenschutz vertrete und vorrangig die Ertüchtigung bestehender Anlagen fordere.
Über die demnächst erscheinende neue Rote Liste der Fischarten Baden-Württembergs konnte Hauck Erfreuliches berichten. Viele Arten konnten, maßgeblich auch durch die Bemühungen der Fischer, besser eingestuft werden. Aufgrund der vielen Wasserkraftanlagen und der Kormorane gilt dies aber leider nicht für die Fliessgewässerarten. Zum Abschluss seiner Rede betonte Hauck die Qualität von heimischem Fisch und forderte die Anwesenden auf, lokale Erzeugnisse zu fördern.
Im Hauptvortrag ging Gerhard Bartel, Fischereireferent im Regierungspräsidium Freiburg auf die technische Problematik und Machbarkeit eines Zustandes ein, in dem sowohl Kraftwerksbetreiber als auch Fische einen Nutzen aus durchgeführten Maßnahmen ziehen können, also auf die Win-Win-Situation beim Bau und der Sanierung von Wasserkraftanlagen.
Bei der im Anschluss stattgefundenen Delegiertenversammlung schied Präsident Reuther aus seinem Amt. Neugewählter Präsident des LFVBW ist der 47jährige Ralf Oberacker aus Dettenheim. Ralf Oberacker bedankte sich bei Wolfgang Reuther für seine geleistete Arbeit und versprach: „In meiner Amtszeit werde ich mich besonders dem Angeln und dem Naturschutz sowie der Jugendarbeit des Verbandes widmen und außerdem weiterhin die Fusion der Regionalverbände anstreben. Ich hoffe dass mir dies zum Wohle der Fischerei gelingen wird.“
Für weitere Informationen:
Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V.
Reinhart Sosat
Referent für Arten- und Gewässerschutz
Tel. 0711 870309-74
Fax 0711 870309-89
reinhart.sosat@lfvbw.de
Wasserkraftwerk am Artenberger Wehr – wird der Kinziglachs wieder ausgerottet?
Hier ein offener Brief an die Gemeinde Steinach.
eco run
eco run - für den Lachs ein voller Erfolg
150 Läufer starteten für die Lachse
Am 29.05.2011 fand die Benefizveranstaltung "eco run" statt, eine Laufveranstaltung, bei der die Läufer in verschiedenen Kategorien Runden von jeweils 840 m laufen konnten. Für jede gelaufene Runde wurde der Wanderfische Baden-Württemberg gGmbH (WFBW) ein Euro als Spende von dem Bad- und Sanitärpezialist Hansgrohe aus Schiltach gutgeschrieben.
150 Läufer und Läuferinnen waren am Start. Über den Link http://services.datasport.com/2011/lauf/hansgrohe/ können die Ergebnisse der Läufer abgerufen werden.
Der Turnverein Gengenbach sorgte für die Bewirtung aller Besucher und Teilnehmer der Veranstaltung.
Auf Schautafeln wurde über die Wiederansiedlung der Wanderfische in baden-Württemberg und die einzelnen Programmgewässer informiert. Bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern der WFBW konnten Patenschaften für Lachse erworben werden. Jede dieser Patenschaften war verbunden mit einem Besatz junger Lachse in die Kinzig. So konnten insgesamt über 2.000 Junglachse in die Kinzig eingesetzt werden.
Durch die Läufe und den Kalenderverkauf konnte Hansgrohe einen Scheck über 3.000 Euro an die WFBW überreichen. Über den Verkauf der Lachspatenschaften kamen weitere 1.000 Euro zugunsten der Wanderfische zusammen.
Äschen für die Jagst
Regierungsvizepräsident Dr. Schneider kam, um die Fischereihegegemeinschaft Jagst (FHGJ) beim Einsatz von Jungäschen zu unterstützen
Widdern - Am 25. Mai 2011 besetzte die FHGJ Jungäschen im Auebiotop. Die Aktion des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg war Teil der Bemühungen zum Wiederaufbau einer Population dieser Fischart in der Jagst und ihrer Nebenflüsse.
Regierungsvizepräsident Dr. Schneider hat beim Einsatz der Jungäschen mit Hand angelegt und sich vor Ort von der Qualität des neu geschaffenen Auebiotops Leuterswiesen einen persönlichen Eindruck verschafft. Mit anwesend waren Mitarbeiter des Regierungspräsidiums Stuttgart sowie der Landratsämter und Bürgermeister der anliegenden Landkreise und Gemeinden.















