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Fischereiforum am 21. Oktober in Friedrichshafen
Auch 2017 findet wieder ein LFVBW-Fischereiforum in Friedrichshafen statt. In diesem Jahr steht u.a. das Thema Fischbesatz im Mittelpunkt.
Angelworkshops und Angelreisen
Tipps und Tricks zu vielen Angelthemen
LFVBW-Onlineshop
Fragenkatalog zur Fischerprüfung, Angelführer Baden-Württemberg, Verbandswein, TShirt, Angler-Caps und vieles mehr
Wasserkraftnutzung und ökologische Auswirkungen
Positionspapier des LFVBW zum Thema Wasserkraft.
Aufhebung Nachtangelverbot
Der LFVBW setzt sich für die Aufhebung des Nachtangelverbotes in Baden-Württemberg ein.
Catch & Release
...oder "Catch to eat"? - Ein Debattenbeitrag
Angelverbot für Kinder
Warum dürfen Kinder in Baden-Württemberg erst mit 10 Jahren angeln?
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Für alle, die nach bestandener Fischerprüfung Mitglied in einem LFVBW-Verein werden, gibt es eine hochwertige Allroundrolle. Teilnahmekarten erhalten Sie beim Prüfungstermin.
125 Jahre Landesfischereiverband – mehr als nur Fische fangen!

Wie stehen CDU, SPD, Linke, Grüne, AfD und FDP zur Fischerei?

Bundestagswahl2017 kurzversWie stehen die Parteien zur Fischerei? Ob Einschränkungen beim Angeln, zeitgemäßer Schutzstatus des Kormorans oder Gewässerbelastungen: Der LFVBW hat sechs Parteien zu fischereipolitischen Themen befragt und die Antworten in Kurzform aufbereitet. Die Antworten der Parteien lassen teilweise einen gewissen Interpretationsspielraum zu.
Hier die vollständigen Antworten. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung!

 

1. Welche Möglichkeiten sehen Sie, bestehende gesetzliche Beschränkungen für Anglerinnen und Angler abzubauen?

CDU LogoWer hobbymäßige Angelfischerei betreibt muss die Belange der Berufsfischerei, des Naturschutzes und des Tierschutzes beachten. Das Fischereirecht ist darauf ausgerichtet, die Freizeitfischerei in allen Gewässern zu ermöglichen, in denen eine entsprechende Nutzung des Fischbestandes zulässig ist. Es hat sich im Laufe mehrerer Jahrzehnte entwickelt und grundsätzlich bewährt. Dies schließt nicht aus, dass im Einzelfall immer wieder Anpassungen des Fischereirechts vorgenommen werden. Grundlegende Änderungen sind derzeit allerdings nicht vorgesehen.

SPD LogoDie auf Bundesebene bestehenden Ge- und Verbote für Angler wurden nach reiflicher Abwägung und mit guten Gründen erlassen. Gegenwärtig sehen wir keine Notwendigkeit, sie abzubauen.

Linke LogoDas Angeln ist ohne Zweifel eine beliebte und naturnahe Form der Freizeitgestaltung in der Bundesrepublik, bei der der Erholungswert von Natur und Landschaft eine große Rolle spielt. Deshalb kann man behaupten, dass es einer der vielen Zwecke des Bundesnaturschutzgesetzes ist, Aktivitäten wie das Angeln zu ermöglichen. Anders herum ist der Natur- und Artenschutz an den vielen Gewässern in der Bundesrepublik ganz wesentlich von den jeweiligen Fischereirechtsinhabern abhängig, die sich um Ufer- und Gewässerpflege sowie die Hege kümmern und auf ihr Gebiet achtgeben – und zwar ohne das der Allgemeinheit in Rechnung zu stellen. Sowohl die Auslegung des §17 Tierschutzgesetz durch verschiedene Länder im Sinne eines Entnahmegebots, als auch organisierte Anzeigen gegen Anglerinnen und Angler, weil sie zum Beispiel an Hegemaßnahmen teilnehmen oder ihre Fänge für Ranglisten melden, lehnen wir ab. Viele unserer Mitglieder angeln und wir stehen auf allen politischen Ebenen in gutem Kontakt zu Vereinen, Verbänden und Interessenvertretern von Anglerinnen und Anglern. Konkret haben wir die Bundesregierung kritisch nach Gründen für Angelverbote in Schutzgebietsverordnungen der AWZ befragt und dabei festgestellt, dass sich im Umweltministerium niemand mit dem wahren Einfluss des Angelns in den Gebieten beschäftigt hat. Als Partei DIE LINKE sind wir uns zudem nicht nur über die positive gesellschaftliche Funktion des Hobbys des „kleinen Mannes“ – und erfreulicherweise auch von immer mehr Frauen – bewusst, sondern auch über die wirtschaftliche Bedeutung des Angelns vor allem als Motor des Tourismus in strukturschwachen Regionen.

Grüne LogoNeben dem Landesfischereigesetz ergeben sich aus dem Tierschutzgesetz, Bundesnaturschutzgesetz und der Bundesartenschutzverordnung gesetzliche Vorgaben für die Angelfischerei. Die Möglichkeit, ggf. gesetzliche Beschränkungen abzubauen, muss sich nach Kriterien des Arten–, Tier– und Umweltschutzes richten. Aus Bundessicht sehen wir dazu keinen Bedarf.

AfD logoDie AfD ist grundsätzlich gegen eine überbordende Bürokratie. Wir lehnen deshalb eine zu starke Regelungswut ab. Der Staat soll auf seine Kernaufgaben beschränkt werden und nicht jedes Detail des Lebens vorschreiben. Welche konkreten Beschränkungen abgebaut werden können, muss über die Angelvereine geklärt werden.

FDPDas Fischereirecht fällt in die Gesetzgebungskompetenz der Länder. Wir Freie Demokraten setzen uns daher in den Landtagen für Liberalisierungen der jeweiligen Landesfischereigesetze ein. Ein Gesetzentwurf der FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg zur Abschaffung des überholten Nachtangelverbotes und zur Absenkung des Mindestalters für den Jugendfischereischein von 10 auf 7 Jahre ist jedoch jüngst an den Gegenstimmen der Regierungsmehrheit von Grünen und CDU gescheitert.

 

2. Planen Sie weitere Einschränkungen der Angelfischerei in Schutzgebieten?

CDU LogoWir sind gegen Angelverbote in Schutzgebieten, sofern sie für die Erreichung des Schutzzieles nicht zwingend erforderlich sind.

SPD LogoIn Schutzgebieten steht der Schutz von bestimmten Arten im Vordergrund. Wenn Angeln dem Schutzzweck zuwiderläuft, z.B. während der Brutzeit von störungsempfindlichen Vögeln, sollte es hier Einschränkungen geben.

Linke LogoNEIN. Die Bundesregierung hat in den ersten Verordnungsentwürfen eingeräumt, das Ausmaß der Freizeitfischerei in den Gebieten überhaupt nicht zu kennen. Und sie hat auch auf eine schriftliche Frage unseres Abgeordneten Jan Korte nicht darstellen können, inwieweit der Schutzzweck der Gebiete durch die Freizeitfischerei überhaupt in Frage gestellt wird. Wer Nutzungen untersagt, muss in jedem Einzelfall die Umweltauswirkungen benennen können. Das Angeln pauschal zu verbieten ist demnach keine Lösung.
Angeln und Naturschutz schließen sich nicht aus. Nutzungseinschränkungen sind immer in Abhängigkeit vom Schutzgut zu entscheiden. Naturschutzbelange spielen ebenso wie wirtschaftliche, touristische und Freizeitbelange eine Rolle bei der nachhaltigen Nutzung unserer Umwelt.

Grüne LogoWas in einem Schutzgebiet erlaubt oder untersagt ist, muss sich an den Schutzzielen des jeweiligen Gebietes orientieren und ist nur vor Ort gebietsspezifisch zu klären.


AfD logoHierzu gibt es keine Planungen.

 

FDPNein. Wir Freie Demokraten lehnen allgemeine Beschränkungen des Angelns und Fischens in Natura 2000-Gebieten oder anderen Schutzgebieten entschieden ab. Die Frage, ob und wie das Angeln in einem Schutzgebiet beschränkt werden muss oder nicht, ist jeweils im Einzelfall anhand des konkreten per Rechtsverordnung bzw. Schutzgebietssatzung festgesetzten Schutzzweckes des betroffenen Gebietes sowie unter Beachtung des Gebotes der Verhältnismäßigkeit zu prüfen.

 

3. Ist der gegenwärtige (hohe) Schutzstatus des Kormorans noch zeitgemäß? Wenn ja, welche Maßnahmen zum Schutz des durch den Kormoran dezimierten Fischbestandes halten Sie für geeignet?

CDU LogoDer Kormoranbestand hat sich nach der Unterschutzstellung durch die EU-Vogelschutzrichtlinie stark entwickelt. Das führt zum Teil für Fischbestände und Fischerei zu Problemen. Schätzungsweise fangen Kormorane in Binnengewässern mehr als 22.000 Tonnen Fisch pro Jahr – etwa genauso viel wie Berufs- und Angelfischer zusammen. Aufgrund der positiven Bestandsentwicklung streben wir eine grundsätzliche Lösung durch einen EU-Managementplan für Kormorane an, der sowohl den Interessen der Fischerei und des Fischartenschutzes wie auch dem Vogelschutz gerecht wird. Dem steht jedoch der Schutzstatus auf EU-Ebene entgegen. Wir setzen uns dafür ein, dass der Schutzstatus an die Bestandsentwicklung angepasst wird. Dann kann auch die Aufnahme in das Jagdrecht bzw. in die entsprechenden Anhänge der Vogelschutzrichtlinie geprüft werden. Das nationale Artenschutzrecht bietet aber innerhalb des Rahmens der Vogelschutzrichtlinie schon heute Möglichkeiten, Schäden abzuwehren. Das Bundesnaturschutzgesetz erlaubt Eingriffe in die Bestände des Kormorans bei nachweisbaren Schäden. Dafür sind in Deutschland die Länder zuständig, so dass bestimmte Probleme regional lösbar sein können. Dies erweist sich bei wachsenden Kormoranbeständen immer häufiger als nicht ausreichend. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass die Bund-Länder Arbeitsgruppe Kormoran das Management in Deutschland weiterentwickelt.

SPD LogoDie nicht mehr kontinuierlich anwachsenden Brutpaarzahlen deuten darauf hin, dass der Kormoran in Deutschland die Kapazitätsgrenzen seines Lebensraums erreicht hat. Mit einem nennenswerten Anstieg der Bestände ist zukünftig nicht zu rechnen. Witterungsbedingte Schwankungen, wie z. B. aktuell nach einem milden Winter, pegeln sich erfahrungsgemäß aufgrund der übrigen einwirkenden ökologischen Parameter wieder ein.
Durch die nach den Kormoranverordnungen der Länder erlaubte Bejagung des Kormorans werden weder die Brut- noch Rastbestände der Art dauerhaft dezimiert. Die durch die Abschüsse erzielten Lücken werden durch Zuzügler aus anderen Gebieten gefüllt. Eine lokale Beeinflussung bestimmter Fischarten wie z.B. die Äsche durch Prädation lässt sich nicht generell ausschließen.
Für die Äsche als strömungsliebende und im Kies laichende Art sind eher die Wasserkraftanlagen mit ihrer Stauwirkung, verbaute Ufer und fehlende Deckung eine Bestandsbedrohung als der Kormoran. Der Rückgang der Äsche ist hauptsächlich auf die sich verschlechterten Lebensbedingungen und insbesondere auch auf die fehlenden Laichplätze zurückzuführen. Von den schlechten Lebensbedingungen für die Äsche, insbesondere der fehlenden Deckung profitiert der Kormoran natürlich, weil er leichter Beute machen kann.
Sinnvoller als eine Bestandsregulierung des Kormorans ist es, die anthropogenen Faktoren zu beseitigen, die den Zustand der Fischfauna negativ beeinflussen, wie z.B. fehlende Durchgängigkeit, Verbau der Ufer, fehlende Wurzelunterstände oder strukturarme Gewässersohlen. Maßnahmen zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit, zur Verbesserung der Gewässer- und Auenmorphologie, zur Verbesserung des Wasserhaushalts, aber auch der Wasserqualität dienen der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und stabilisieren auch die Fischbestände.

Linke LogoEs ist ein Erfolg für den Artenschutz, dass die Kormoranpopulation auf das natürliche Maximum angewachsen ist. Jetzt, da das Ziel der strengen Unterschutzstellung erreicht ist, sollten differenziert nach regionalen Bestandsentwicklungen auch die Wechselwirkungen der Kormoranpopulation stärker in den Fokus rücken, damit ein fairer Interessenausgleich, nicht nur mit der Fischereiwirtschaft, sondern auch im Bezug zur Bestandsentwicklung heimischer Fischarten gefunden werden kann.
Wir wollen, dass bundeseinheitliche Strategien zur Schadens- und Konfliktvermeidung sowie zur fairen Schadensregulierung entwickelt werden, um wirtschaftliche und soziale Interessen mit Naturschutzzielen zu harmonisieren und nicht gegeneinander auszuspielen. Wir wollen bundesweit verbindliche Eckpunkte für ein Kormoranmanagement, das den guten Erhaltungszustand des Kormorans genauso im Blick hat, wie den der Äsche und anderer Fischarten sowie die Sorgen der Fischereiwirtschaft. Statt auf einen Flickenteppich aus Kormoranverordnungen zu setzen, wäre es zudem immer noch sinnvoll, ein europäisches Kormoranmanagement durchsetzen, wofür sich das EU-Parlament schon vor langer Zeit ausgesprochen hat.

Grüne LogoWir sehen keinen Änderungsbedarf für den europaweiten Schutzstatus des Kormorans. Für einen gesunden Fischbestand in den Gewässern wären Maßnahmen zielführender, die die massive Verbauung, Begradigung und Staustufen auflösen sowie die Gewässerbelastung durch Überdüngung und andere Schadstoffe stoppen würden.

AfD logoZu diesem Thema gibt es in der AfD per heute keine Ausarbeitung.

 

FDPNein. Der Kormoran ist hierzulande keineswegs vom Aussterben bedroht, gefährdet durch seinen Fraßdruck selbst aber zunehmend bedrohte Arten unterhalb der Wasseroberfläche. Zudem scheut der Kormoran nicht vor dem Zurücksetzen entnahmefähiger Fische zurück und schädigt durch erhebliche Verletzungen noch wesentlich mehr Fische, als er tatsächlich frisst. Wir Freie Demokraten plädieren daher dafür, die Kormoranpopulationen durch ein wirksames Management in ganz Deutschland wieder auf den Stand von Mitte der 1990er Jahre einzuregulieren. Dazu wollen wir die Kormoranverordnungen der Länder insbesondere mit Blick auf die erforderliche letale Vergrämung des Kormorans in Schutzgebieten entbürokratisieren. Auf europäischer Ebene setzen wir uns dafür ein, den Kormoran in Anhang II (Jagdbare Vogelarten) der Vogelschutzrichtlinie zu überführen.

 

4. Halten Sie es für erforderlich, den Fischschutz bei der Wasserkraftnutzung zu verbessern?

CDU LogoWir wollen den nach der Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) geforderten guten ökologischen Zustand so schnell wie möglich in allen Gewässern erreichen. Dafür muss an der Durchgängigkeit des Gewässernetzes gearbeitet werden. Wo immer möglich und sinnvoll, gilt es, natürliche und naturnahe Strukturen im Interesse des Arten- und Lebensraumschutzes sicherzustellen. Die konkreten Maßnahmen müssen standortangepasst nach fachlichen Kriterien erfolgen. Im Wesentlichen geht es um die ökologische Ausgestaltung der Wasserkraftanlagen durch Fischaufstiegs- und -abstiegsanlagen, ökologisch verträgliche Turbinentypen usw. sowie eine ausreichende Mindestwasserführung. An den Bundeswasserstraßen sind zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Durchgängigkeit schon umfangreiche Planungen und Maßnahmen vorgenommen worden.

SPD LogoDas Wasserhaushaltsgesetz regelt u.a. den Betrieb von Wasserkraftanlagen (z. B. Durchgängigkeit, Mindestwasserführung). Der Vollzug liegt bei den Wasserbehörden der Länder. Leider sind die Behörden aufgrund von Personalmangels oft nicht in der Lage, ihre Aufgaben umfassend wahrzunehmen.
Gerade bei der Kleinen Wasserkraft (Kleinst- und Kleinanlagen) besteht ein Missverhältnis zwischen ihrem Beitrag zum Klimaschutz, ihren Kosten und ihren Auswirkungen auf die Gewässerökologie. Insbesondere die fehlende oder nicht ausreichende Durchgängigkeit von vielen Anlagen führt zur nicht ordnungsgemäßen Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie. Zur richtlinienkonformen Umsetzung der WRRL wird sich Deutschland in den nächsten Jahren gerade auch in Bezug auf die Durchgängigkeit noch erheblich anstrengen müssen. Bei der nächsten Novelle des EEG werden wir die ökologischen und die ökonomischen Belange der Kleinen Wasserkraft deshalb einer Prüfung unterziehen.
Der Rückbau bestehender Anlagen in Gewässern innerhalb von Natura 2000-Gebieten ist eine Möglichkeit, die Durchgängigkeit und den ökologischen Zustand dieser Gewässer zu erhöhen. Der Rückbau kann jedoch nur mit Zustimmung des Eigentümers der Anlage erfolgen.

Linke LogoIm Jahr 2000 ist von der EU die Wasserrahmenrichtlinie verabschiedet worden. Sie hat die Bildung von Flussgebietseinheiten verfügt, um die Gewässer unabhängig von administrativen Grenzen nach ihren Einzugsgebieten zu bewirtschaften. Ziel der Wasserrahmenrichtlinie, das bis 2015 erreicht werden sollte, ist der gute Zustand der Gewässer, die gute Wasserqualität und die gute Struktur des Gewässers. Dazu gehört beispielsweise die Durchgängigkeit des Gewässers für wandernde Fische und Rundmäuler und ihre generelle Eignung als Lebensraum, insbesondere auch als Laichbiotop. Das Umweltbundesamt hat 2012 in einer Untersuchung festgestellt, dass 80% der Gewässer in Deutschland die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie nicht erreichen. Stauwehre und über 8000 Wasserkraftanlagen verhindern die Durchgängigkeit der Gewässer. Binnenwanderungen der aquatischen Organismen werden unterbunden. Anadrome Fischarten wie Lachs, Meerforelle, Stör und Rundmäuler, können ihre Laichbiotope im Oberlauf der Flüsse nicht erreichen, werden in den Turbinen von Wasserkraftanlagen in großer Zahl tödlich verletzt. Der Aufstieg der Glasaale wird behindert und die Abwanderung der Blankaale zum Laichen in der Sargassosee ist mit extrem hohen Verlusten verbunden. Im Vergleich zu den Erfolgen, die in Deutschland z. B. bei der Reinhaltung der Luft erzielt wurden, ist die mangelhafte Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie ein Armutszeugnis.
Wir halten das Ausbaupotenzial der Wasserkraft in Deutschland für begrenzt. Insbesondere bei kleinen Wasserkraftanlagen an bislang unverbauten Flussoberläufen stehen dem begrenzten CO2-Einspareffekt große negative Auswirkungen auf das Gewässer entgegen.
Das bisherige Verständnis, Flüsse vorrangig unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten, muss um den Aspekt eines nachhaltigen Gewässer- und Landschaftsschutzes erweitert werden. DIE LINKE setzt sich daher für eine konsequente und zügige Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie ein.

Grüne LogoJa. Die Durchgängigkeit deutscher Fließgewässer ist im Durchschnitt alle 2 Kilometer durch ein Querbauwerk wie beispielsweise Wehre unterbrochen. Die Folge ist eine wesentliche Beeinträchtigung der Fließgewässer und ihrer Funktion als Lebensraum – auch und vor allem für wandernde Fischarten. Ein Ziel der nachhaltigen Gewässerentwicklung muss die Wiederherstellung der Durchgängigkeit sein. Dabei ist lokal zu klären, welche Maßnahme am besten für das Ökosystem und Fische vor Ort geeignet ist (z.B. Sohlgleiten) und was wie gefördert werden kann. Allerdings sind für den Vollzug die Bundesländer zuständig.

AfD logoGrundsätzlich müssen die Technik und die Natur harmonieren. Eine ideologische Vorgehensweise ist abzulehnen. So wie man an Stauwehren Fischtreppen einbaut, so kann man auch bei der Wasserkraftnutzung auf die Fische Rücksicht nehmen. Die Kosten von zusätzlichen einbauten dürften sich im Rahmen der Gesamtkosten eines Kraftwerks in Grenzen halten.

FDPJa. Die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Fließgewässer einschließlich der Bundeswasserstraßen fallen im Rahmen der Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes jedoch in die Hoheit der Länder. Der Bund kann und sollte dies jedoch im Rahmen seiner Zuständigkeit für die Verkehrsverwaltung der Bundeswasserstraßen aktiv unterstützen und zum Beispiel zusätzliche Flächen für Fischaufstiegshilfen zur Verfügung stellen, wo dies erforderlich ist. In den Ländern setzen wir Freie Demokraten uns dafür ein, die Einrichtung von Fischaufstiegs- und Fischabstiegshilfen sowie von Rechen und weiteren technischen Nachrüstungen an bestehenden Querbauten und Anlagen binnen angemessener Übergangsfristen einzufordern und zu fördern. Im Rahmen der Bewirtschaftungspläne zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie müssen für Wasserkraftanlagen zudem die erforderlichen Maßnahmen zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit geprüft werden. In diesem Zusammenhang kann bei unrentablen oder schädlichen Bestandsanlagen, gerade in Natura-2000-Gebieten, auch ein Rückbau eine vernünftige Möglichkeit darstellen. Wir Freie Demokraten halten es in solchen Fällen für sinnvoll, einen Rückbau gezielt zu fördern. Für Maßnahmen zur Verbesserung des Gewässerzustandes sind jedoch die Länder zuständig, nicht der Bund.

 

5. Sehen Sie Regelungsbedarf bei der EEG-Vergütung für Wasserkraftanlagen?

CDU LogoWir wollen die Energiewende in Deutschland zu einer Erfolgsgeschichte machen, mit der wir einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und Energie gleichzeitig sicher und bezahlbar zur Verfügung stellen können. Hierzu ist die Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien ein entscheidender Beitrag. Dabei hat aber gerade die Gewinnung aus Sonne und Windkraft den Nachteil erheblicher Schwankung. Da die Gewinnung von Strom aus Wasserkraft eine höhere Stetigkeit hat und oftmals auch besser regelbar ist, wollen wir diese auch weiter fördern.

SPD LogoDerzeit sehen wir keinen Regelungsbedarf über das EEG 2017 hinausgehend.
Wir sehen das Ausbaupotenzial der Kleinen Wasserkraft als erschöpft an. Aus Gründen des Umweltschutzes sollte der Stellenwert der Kleinen Wasserkraft im Energiemix tendenziell sinken. Der Eingriff in den Naturhaushalt steht in keinem Verhältnis zum Anteil an der Stromerzeugung. Anders sehen wir den Stellenwert der Großen Wasserkraft. Sie sollte modernisiert und ausgebaut werden.

Linke LogoMit dem Erneuerbaren Energiengesetz (EEG) wird die Produktion von Strom aus regenerativen Quellen gefördert. Hierzu zählt auch die Stromerzeugung in Wasserkraftanlagen. Strom aus Wasserkraft hat insbesondere im Süden Deutschlands eine lange Tradition. Diese ist jedoch kein Rechtfertigungsgrund. Wasserkraftanlagen behindern die Durchgängigkeit der Gewässer, die Flüsse fallen zeitweise trocken hinter dem Stau, Laichbiotope werden durch Veränderungen des Transports von Sand und Kies zerstört, Fische, die in Turbinen geraten, werden verletzt und teilweise getötet. In 2012 war die Menge der von Erwerbsfischern gefangenen Aale genauso hoch wie die Menge der Aale, die in Wasserkraftanlagen verendet sind. Das EEG setzt dennoch über die festgelegte Einspeisevergütung einen finanziellen Anreiz, weitere Wasserkraftanlagen zu errichten. Insbesondere bei kleineren Anlagen bis 1 MW Leistung steht dies im Widerspruch zur langjährigen Empfehlung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), auf den Neubau von Kleinwasserkraftwerken zu verzichten. Die geringe Stromausbeute bei Kleinwasserkraftwerken macht den Einbau von Maßnahmen zum Fischschutz unwirtschaftlich.

Grüne LogoWir lehnen den Neubau von Wasserkraftanlagen ab, solange es keine Anlagen gibt, die die Durchgängigkeit garantieren und Verluste an Tieren ausschließen können. Bestehende Anlagen sollen nach dem Stand der Technik umgebaut werden, um wenigstens eine Verbesserung der Situation zu erreichen. Allerdings ist die rechtliche Situation, um dieses auch durchsetzen zu können, wegen alter Wasserrechte häufig schwierig. Aufgrund der Rechtslage ist es oft nicht möglich, die Anlagen, deren Strom heute gefördert wird, von dieser Förderung auszuschließen. Dies würde keiner gerichtlichen Prüfung standhalten. Nichts desto trotz sollten dort, wo ein Umbau noch nicht erfolgt ist, Abschaltvorrichtungen bei Fischwanderungszeiten zum Tier- und Artenschutz genutzt werden.

AfD logoDas EEG muss aus Sicht der AfD komplett überarbeitet werden. Die massive Verteuerung von Strom mit zum Teil sehr grenzwertigen Anlagen ist abzulehnen. Stromerzeugung muss sich vom Grundsatz her selbst finanzieren. Eine Kostenexplosion für ideologische Projekte mit zum Teil unsinnigem Grenznutzen (Energieaufwand/Energieertrag) ist abzulehnen. Die Flüsse dürfen nicht durch Kraftwerke zu einer Seenlandschaft aufgestaut werden. Das Gleichgewicht zwischen Fließgewässern und stehenden Gewässern muss erhalten bleiben. Für die Sauerstoffzufuhr und wegen der Artenvielfalt, benötigen wir beide Gewässerarten.

FDPDie erneuerbaren Energien haben in Deutschland inzwischen einen Marktanteil von mehr als 30 Prozent erreicht. Somit ist das Ziel des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die Markteinführung der erneuerbaren Energien, erreicht. Das EEG gehört daher unter Wahrung des rechtsstaatlichen Vertrauensschutzes für Altansprüche abgeschafft.

 

6. Planen Sie Maßnahmen, um die Belastung der Gewässer mit synthetischen Stoffen wie zum Beispiel Mikroplastik und PFC zu verringern?

CDU LogoWasser ist unsere Lebensgrundlage. Die Belastung der Gewässer mit Mikroplastik untersuchen wir deswegen natürlich auch: Derzeit läuft das Projekt „Untersuchung zur Belastung von Fischen baden-württembergischer Gewässer durch Mikroplastik“ bei unserer Fischereiforschungsstelle.
Die Herausforderung liegt in den derzeit noch fehlenden technischen Möglichkeiten, um z.B. Mikroplastik effektiv aus einem Gewässer zu filtern. Zudem weiß man noch sehr wenig über die Höhe und Verbreitung der Belastung in baden-württembergischen Gewässern. Einzelne Studien legen zwar nahe, dass die Belastung durch Mikroplastik flächendeckend auftritt, jedoch wird sie sich vermutlich von Gewässer zu Gewässer unterscheiden.
Obwohl nach jetzigem Kenntnisstand in Binnengewässern die Konzentrationen an Mikroplastik durchaus vergleichbar zu denen im Meer sind, geht man heute noch von einer moderaten Belastung aus. Es ist jedoch durchaus denkbar, dass es bestimmte Belastungsschwerpunkte geben kann. So können zum Beispiel Kläranlagenausläufe erhebliche Punktbelastungen darstellen. Derzeit liegt der Fokus der Forschung in Baden-Württemberg in der Untersuchung und Bewertung der aktuellen Belastungs-lage. Zudem werden in verschiedenen Projekten die Auswirkungen von Mikroplastik auf Wasserorganismen, wie zum Beispiel Wasserflöhe oder Fische, untersucht.

SPD LogoMikroplastik ist in zahlreichen Produkten wie beispielsweise Kosmetika enthalten, die dem europäischen Produktrecht unterliegen. Die überwiegende Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten befürwortet inzwischen ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetik. Diesen Vorstoß unterstützen wir ausdrücklich.
Parallel arbeitet das BMUB seit mehreren Jahren im sogenannten Mikroplastikdialog mit der Kosmetikindustrie auf nationaler Ebene an diesem Thema. Einige Produkte sind inzwischen
frei von Mikroplastik. Bei anderen Kosmetika hat die Industrie zugesagt, mittelfristig kein Mikroplastik mehr zu verwenden. Mikroplastik aus Kosmetik stellt aber keineswegs das einzige Problem dar. Ein großer Anteil des Mikroplastiks beispielsweise stammt von Reifenabrieb. Hierfür müssen genauso wie für Makroplastik Lösungen gefunden werden.
Aktuell laufen Forschungsvorhaben und Gutachten u. a. bei verschiedenen Ressortforschungseinrichtungen des Bundes wie der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, der Bundesanstalt für Gewässerkunde, des Bundesinstituts für Risikobewertung und des Umweltbundesamtes zum Vorkommen von Mikroplastikpartikeln in der marinen Umwelt und den Effekten von Mikroplastik auf Meerestiere und damit zum Übergang in Lebensmittel marinen Ursprungs. Unser Ziel ist es, den Eintrag von synthetischen Stoffen wie Mikroplastik in unsere Gewässer deutlich zurückzuführen.
Die Stoffgruppe der per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) umfasst mehr als 800 Stoffe. Viele dieser Stoffe sind kaum abbaubar und verbleiben daher für einen sehr langen Zeitraum in der Umwelt. Sie reichern sich in der Umwelt und in Organismen an und können gesundheitsschädlich auf den Menschen wirken. PFOS, ein Stoff aus der Gruppe der PFC, wurde deshalb bereits 2010 in die Verbotsliste der Stockholm-Konvention für POPs aufgenommen. Die Verwendung dieses Stoffes ist weltweit nur noch für bestimmte Ausnahmen erlaubt. Wichtig ist es, eine weitere Kontamination der Gewässer mit PFC weitgehend zu vermeiden. Das Gefährdungspotential der verschiedenen Stoffe muss auch weiterhin genau untersucht werden. Gegebenenfalls muss eine Beschränkung der Herstellung, des Inverkehrbringens, des Imports und der Verwendung auf europäischer Ebene vorgenommen werden.

Linke LogoMan muss sich mal vorstellen, der Plenarsaal des Deutschen Bundestages bis zur Kuppel komplett gefüllt mit Plastikmüll, und die Menge multipliziert mit 24: Das allein ist die Menge Plastikmüll, die Schätzungen zufolge in der Nordsee treibt: 600 000 Kubikmeter. Dieser Müll wird kleingerieben, zerfetzt und landet als Mikroplastikpartikel in der maritimen Nahrungskette, also in Fischen usw. Hinzu kommen tonnenweise Mikroplastikpartikel, Kosmetika, die über geklärte Abwässer in Flüssen landen und in die Meere fließen. Wenn Tiere diese Mikroplastikkügelchen aus Kosmetika und die Kleinstplastikteile aus Müll in sich aufnehmen, führt dies zu entzündlichen Veränderungen. Denn Mikroplastik kann toxische, krebserregende und hormonverändernde Substanzen enthalten. Alles das befindet sich wie gesagt in der Nahrungskette und landet auch wieder auf dem Teller oder in den Mägen von Fluß- und Meerestieren. Es reicht nicht aus, die Verbraucherinnen und Verbraucher aufzufordern, nur Kosmetika zu kaufen, in denen kein Polyethylen oder Polypropylen oder andere Kunststoffe enthalten ist. Das Problem muss ordnungsrechtlich gelöst werden. Wir setzen uns für ein Verbot der Nutzung solcher Kunststoffe in Kosmetika und der Abfallentsorgung in den Meeren ein, aber auch viele weitere Plastikprodukte könnten und sollten vermieden werden.

Grüne LogoJa, wir wollen weniger Plastik in Gewässern. Plastik muss aus Kosmetika verbannt und die Sammelsysteme müssen verbessert werden. Weltweit wollen wir das Thema über eine Konvention vorantreiben. Dabei wollen wir Mehrwegsysteme unterstützen, denn heute sind - neben den Plastiktüten - die Einwegplastikflaschen dominierend im Meer. In Deutschland wollen wir höhere Recyclingquote, eine einfachere Sammlung (keine Unterscheidung mehr zwischen Verpackungen und Produkten) und Mehrweg stärken. Weitere Maßnahmen sind konsequente Verfolgung von illegaler Müllbeseitigung und eine bessere Verbraucheraufklärung.
Die perfluorierten Chemikalien sind nur eine Gruppe der chemischen Stoffe die uns in den Gewässern Sorgen macht. Nachdem PFOS schon verboten wurde, setzen wir uns auch für eine entsprechende Regulierung für PFOA ein. Gleiches muss aber auch für die Vielzahl an kurzkettigeren PFC gelten. Daneben finden wir immer neue Stoffe, die zum Teil Abbauprodukte von eingesetzten Medikamenten oder Pflanzenschutzmitteln sind und die Auswirkungen auf die Gewässer und ihre Lebewesen haben, wie zum Beispiel ein verändertes Fluchtverhalten bei Fischen oder Hormonstörungen. Hier wollen wir strengere Grenzwerte und ein verändertes Zulassungsverfahren, das die umweltrelevanten Auswirkungen mit einbezieht.

AfD logoDerzeit gibt es hierzu keine Überlegungen.

 

FDPFür die notwendige wirksame Reduzierung entsprechender Schadstoffeinträge in heimische Gewässer sind europäische Regelungen für die einschlägigen, problematischen Produkte erforderlich. Hierfür setzen wir Freie Demokraten uns ein. Denn die Einführung immer neuer Klärstufen auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler kann keine Antwort auf Probleme sein, die schon durch Alternativen bei der Herstellung von Produkten, wie zum Beispiel Kosmetika, berücksichtigt werden könnten.

 

7. Sehen Sie Regelungsbedarf beim Tierschutz in der Angelfischerei?

CDU LogoIm Natur- und Tierschutz setzen wir auf Qualitätsverbesserungen und die Aufwertung von Biotopen, statt Fanggebiete und Wasserflächen für die Fischerei und Aquakultur zu sperren. Um diese Grundsätze überall in Deutschland zu verankern und damit der Naturschutzausgleich effizienter und besser als bisher erfolgt, streben wir eine dementsprechende Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes und den Erlass einer Bundeskompensations-Verordnung an.

SPD LogoNein. Das deutsche Tierschutzgesetz legt eindeutig fest, dass niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen darf. Angeln ohne sogenannten vernünftigen Grund ist tierschutzrechtlich verboten. Waid- und hegegerechtes Angeln steht dem Tierschutzgesetz nicht entgegen. Wir gehen davon aus, dass Angelscheininhaber das Angeln waid- und hegegerecht ausführen.

Linke LogoEs gibt etliche gute Gründe für das Angeln – alle oben genannten gehören dazu – und zum Angeln gehört selbstverständlich auch das Töten von Fischen. Im Übrigen ist das Angeln die schonendste Form, Fische zu fangen. Gute Angler behandeln Fische so schonend wie möglich, ob sie sie zurücksetzen oder abschlagen wollen.
Wir halten Rücksetzverbote für nicht zielführend. Die Praxis, zum Beispiel ältere Laichfische wieder zurückzusetzen, wird von vielen vernünftigen Anglerinnen und Anglern auf der ganzen Welt praktiziert. So werden Bestände geschont, auch mit dem Modell der Entnahmefenster. Die Sterblichkeit sorgsam zurückgesetzter Fische ist sehr gering, es spricht also wenig gegen diese Praxis, unserer Auffassung nach auch nicht das Tierschutzgesetz.

Grüne LogoTierschutz ist erklärtes Staatsziel. Die Fischerei muss sich - wie alle- an die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes halten. Sie ist außerdem zur Einhaltung einer „guten fachlichen Praxis“ verpflichtet, deren Regelungen durch das jeweilige Fachrecht, die Fischereigesetze der Länder, konkretisiert sind.

AfD logoDerzeit denken wir eher an Abbau von Regelungen als an den Aufbau weiterer Bürokratie.

 

FDPNein. Wichtig ist aus unserer Sicht, dass die Fischereigesetze der Länder den Anglerinnen und Anglern mit Blick auf den im Tierschutzgesetz des Bundes zwar geforderten aber nicht näher bestimmten „vernünftigen Grund“ für das Töten eines Tiers praktikable und rechtssichere Rahmenbedingungen bieten, damit Anglerinnen und Angler nicht den unsinnigen Kampagnen radikaler Tierrechtsorganisationen ausgesetzt werden.

 

8. Welche Rolle spielen für Sie der Landesfischereiverband und die Fischereivereine?

CDU LogoEs ist uns wichtig, dass die Vertreter der Fischereiverbände zu allen relevanten Rechtssetzungsverfahren im Vorfeld gehört werden und somit bei der Fortentwicklung des rechtlichen Rahmens für die Angelfischerei gestaltend mitwirken können. Darüber hinaus werden zahlreiche Projekte der Fischereiorganisationen aus Mitteln der Fischereiabgabe gefördert. Die fischereifachlichen Institutionen, die Fischereibehörden und die Fischereiforschungsstelle des Landes unterstützen die Angelfischerei mit fachlicher Beratung beispielsweise zur Bewirtschaftung von Gewässern und in der Ausbildung sowie mit Untersuchungen in speziellen Fällen. Im Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V. und den Fischereivereinen sehen wir einen gewissenhaften Partner für die Hege und Pflege unserer Fischbestände.

SPD LogoLandesfischereiverbände und die Fischereiverbände sind für uns wichtige Ansprechpartner, wenn es beispielsweise um die Bewirtschaftung unserer Fischbestände und den Erhalt unserer Gewässer in einem guten ökologischen Zustand geht.

Linke LogoAls Partei DIE LINKE sind wir uns nicht nur über die positive gesellschaftliche Funktion des Hobbys des „kleinen Mannes“ – und erfreulicherweise auch von immer mehr Frauen – bewusst, sondern auch über die wirtschaftliche Bedeutung des Angelns vor allem als Motor des Tourismus in strukturschwachen Regionen.
Das Angeln verbindet diese Interessen in einem Hobby – nicht umsonst sind die Anglerverbände die größten Naturschutzverbände in der Bundesrepublik.

Grüne LogoDer Landesfischereiverband ist für uns ein wichtiger Ansprechpartner in Fragen rund um die Fischerei, das Angeln sowie den Gewässerschutz. Fischereivereine bieten Menschen allen Alters die Gelegenheit, in der Natur und mit der Natur tätig zu sein. Die vielen dort mit großem Engagement tätigen Ehrenamtlichen leisten unter anderem auch eine wichtige Arbeit in Sachen Umweltbildung und fördern das Verständnis für ökologische Zusammenhänge bei Jung und Alt.

AfD logoSoweit uns bekannt, gab es bisher keinen tieferen Meinungsaustausch. Der Landesfischereiverband und die Fischereivereine können jedoch eine wichtige Informationsquelle für die AfD sein. Im Eigeninteresse sind beide Organisationen an einem reichhaltigen Leben in den Gewässern interessiert. Als Fachkräfte für dieses Thema werden sie bei Gesetzesvorhaben als Ansprechpartner gebraucht.

FDPWir Freien Demokraten halten die Interessensverbände der Fischerei für zentrale und wichtige Gesprächspartner mit Blick auf Fischerei, naturnahe Bildungsarbeit sowie Natur- und Gewässerschutz.

 

9. Wie viele Ihrer baden-württembergischen Bundestagskandidatinnen und -kandidaten haben einen staatlichen Fischereischein?

CDU LogoZwei CDU-Bundestagskandidaten verfügen über einen staatlichen Fischereischein.


SPD LogoVon den 38 Kandidatinnen und Kandidaten der SPD in den Bundestagswahlkreisen in Baden-Württemberg haben 4 einen staatlichen Fischereischein.

Linke LogoWir könnten sagen, dies unterliegt dem Datenschutz, aber die richtige Antwort ist, wir wissen es nicht.

Grüne LogoDas haben wir nicht systematisch erhoben. Uns ist ein Bundestagskandidat aus Baden-Württemberg mit staatlichem Fischereischein bekannt.

AfD logoHierzu gibt es keine Erhebung. Eine Aussage ist deshalb nicht möglich.

 

FDPAls Liberale nehmen wir das Prinzip der Datensparsamkeit ernst. Eine entsprechende Statistik über die privaten Interessen und Hobbies der Bundestagskandidatinnen und Bundestagskandidaten liegt der FDP Baden-Württemberg daher nicht vor.

Angler

Angelworkshops und Angelreisen

Regelmäßig bieten wir den Verbandsmitgliedern Möglichkeiten, an Angelworkshops und Angelreisen teilzunehmen. Unter Anleitung von "Profianglern" in Zusammenarbeit mit dem Angelgerätegersteller JENZI vermittelt der LFVBW-Verbandausschuss Angelfischerei Tipps und Tricks zu vielen Angelthemen.

Weitere Infos und Anmeldung
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LFVBW-Onlineshop

Hier finden Sie das Produktangebobot des Landesfischereiverbandes: Fragenkatalog zur Fischerprüfung, Angelführer Baden-Württemberg, Verbandswein, TShirt, Angler-Caps und vieles mehr ...

Zum Onlineshop
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Wie werde ich Angler?

Lege die Fischerprüfung ab und werde selber Angler. Alle notwendigen Informationen findest du auf dieser Seite.

Informationen zur Fischerprüfung

Projekte

Kalender Wilde Welten 2016
Große und kleine Entdecker stoßen überall auf Interessantes und Neues, denn Wilde Welten gibt es nicht nur in Nationalparks. Ob die Wanderung der Graugänse am Himmel, ein Karauschenbiotop im Altwasser oder die Hasenhochzeit auf den Feldern: Überall werden Entdecker wilder Tierwelten fündig. Um unsere heimischen Naturphänomene wiederzuentdecken, braucht es oft die Hilfe von Kennern – wer kennt die Fährten von Fuchs und Dachs, wer weiß, wo ein Äschenlaichzug im Fluss zu beobachten ist? Die Themen der Monatsblätter regen zum tieferen Einstieg in die Tierwelten an. Ganz neue Welten eröffnet die Themenerweiterung im Internet. Dort kann in die aktuelle Forschungs- und Schutzprogramme für Tiere eingetaucht werden – ob bei Äsche, Graugans, Wildkatze oder Lachs. Diese und weitere eindrucksvolle Beispiele aus faszinierenden wilden Welten bietet der inhaltlich erweiterte Schulkalender 2015 durch die Zusammenarbeit von Fischern und Jägern Baden-Württembergs. Wer sich mit der Natur beschäftigen und sie Kindern vermitteln möchte, wird im Kalender und im Wilde Welten-Onlineangebot reichhaltig fündig.
Wanderfische
Die Wanderfische Baden-Württemberg gemeinnützige GmbH, kurz WFBW, wurde vom Landesfischereiverband Baden-Württemberg mit dem Ziel gegründet, Wanderfischen im heimischen Rheingebiet wieder einen Lebensraum zu bieten. Die WFBW setzt sich vorrangig für die Wiedereinbürgerung von Lachs und Meerforelle ein und unterstützt damit die erfolgreiche Arbeit des Wanderfischprogammes in Baden-Württemberg.
Das Fischmobil
Fisch on Tour
Das Fischmobil
Fisch on Tour – Gewässerwelten erleben! Fisch on Tour ist ein kostenloses Projekt des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg e.V. Mit dem Fischmobil besuchen wir Schulen und Feriengruppen, um gemeinsam mit den Kindern den Lebensraum Gewässer und die darin vorkommenden Lebewesen zu erkunden. Wir bieten einen individuellen, außerschulischen Lernort als reizvolle Ergänzung zum stationären Unterricht – direkt am Gewässer. Während der Veranstaltung entdecken die Kinder spielerisch für sie Unbekanntes und erforschen die Natur selbstständig mit geeigneten Materialien. Dabei ist es uns besonders wichtig, die Kinder zu begeistern.