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Wasserkraftnutzung und ökologische Auswirkungen
Positionspapier des LFVBW zum Thema Wasserkraft.
Aufhebung Nachtangelverbot
Der LFVBW setzt sich für die Aufhebung des Nachtangelverbotes in Baden-Württemberg ein.
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Warum dürfen Kinder in Baden-Württemberg erst mit 10 Jahren angeln?
Wunderbare Äsche
Gilt in Baden-Württemberg nach der Roten Liste als stark gefährdet.

Fischereirecht = „Catch to eat“!

Das baden-württembergische Fischereirecht verlangt nicht, dass alle gefangenen Fische dem Gewässer entnommen werden müssen. Eine fischereirechtliche Anlandepflicht besteht nur im Ausnahmefall, etwa für bestimmte nicht einheimische Arten (wie z. B. den Graskarpfen) oder für Arten, die im jeweiligen Gewässer „nichts zu suchen“ haben (wie z. B. nicht standortgerechte oder erkennbar kranke Fische). Fische, die während der Schonzeit gefangen werden oder die das Mindestmaß noch nicht erreicht haben, müssen sogar zurückgesetzt werden, jedenfalls wenn sie noch lebensfähig sind.

Das baden-württembergische Fischereigesetz geht aber davon aus, dass die Fischerei (nur) ausgeübt wird, um Fische zu fangen und „sich anzueignen“, also um gefangene Fische - in der Regel zum menschlichen Verzehr - dem Gewässer zu entnehmen. Diese Befugnis, das sog. Fischereirecht, unterliegt einem besonderen gesetzlichen Schutz, und zwar nicht nur aufgrund fischereirechtlicher Vorschriften sondern auch durch das Zivilrecht (Schadensersatz bei Fischsterben) und das Strafrecht (Fischwilderei). Letztlich profitiert jeder einzelne Angler von diesem besonderen Schutz. Nur den Inhaber des Fischereirechts - und nicht den einzelnen Angler (!) - trifft demgegenüber die Hegepflicht, also die Pflicht, einen der Größe und Beschaffenheit des Gewässers entsprechenden Fischbestand zu erhalten und zu hegen.

Fischerei bedeutet nach den fischereirechtlichen Wertungen damit grundsätzlich „Catch to eat“, also Fang der Fische zum menschlichen Verzehr. Das „Catch & Release“ (C&R), also das Angeln ohne eine solche Verwertungsabsicht und das Zurücksetzen von (allen) gefangenen Fischen, ist in den fischereirechtlichen Regelungen nicht vorgesehen. Es sei dahingestellt, ob der dargestellte besondere Schutz des Fischereirechts für eine reine C&R-Fischerei - also quasi für ein Angeln „nur zum Spaß“ - überhaupt gerechtfertigt wäre.

Tierschutzrecht = vernünftiger Grund!

Bundesweit ist C&R vor allem ein Thema des Tierschutzgesetzes. Nach diesem Bundesgesetz darf niemand einem Wirbeltier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Ein Verstoß kann mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden („Tierquälerei“), es sei denn, es liegt ein sog. „vernünftiger Grund“ vor.

Die deutsche Rechtsprechung ist sich bislang weitgehend einig, dass die Angelfischerei dem geangelten Fisch Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügt. Dies kann man bedauern und ggf. auch anders sehen, zumal sich der Stand der Forschung etwa zum Schmerzempfinden der Fische fortlaufend weiterentwickelt. Solange sich aber nicht eine obergerichtliche oder gar höchstrichterliche Entscheidung anders zu dieser Frage äußert, müssen alle Anglerinnen und Angler in Deutschland davon ausgehen, dass sich die Ausübung der Angelfischerei auf einen anerkannten vernünftigen Grund stützen muss.

Als vernünftiger Grund anerkannt ist für den einzelnen Angler in Deutschland dabei nach wie vor nur die Verwertung des Fangs zum menschlichen Verzehr, nicht jedoch die Angelfischerei als reines Freizeitvergnügen ohne Verwertungsabsicht.

Um C&R zu ermöglichen, müssten die deutschen Gerichte dem Freizeit- und Erholungsbedürfnis der Angler einen erheblich höheren Stellenwert einräumen als bisher und für die reine C&R-Fischerei als vernünftigen Grund anerkennen. Diese Frage kann sich aber stets nur auf Grundlage eines konkreten Falls stellen, der im Rahmen eines Strafverfahrens „vor Gericht landet“.

Derzeit geht die gesellschaftliche Entwicklung bei uns eher in eine andere Richtung; dem Tierschutz wird ein zunehmend hoher Stellenwert zugemessen. Die Angelfischerei und insbesondere die C&R-Fischerei sehen sich teilweise der Kritik von Seiten der Tierschützer ausgesetzt. Es dürfte jedenfalls ein sehr langer Weg werden, bis reine Freizeitinteressen als vernünftiger Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes gesellschaftlich, vor Gericht oder gar gesetzlich anerkannt werden.

Damit der Weg nicht zur Sackgasse wird, müsste die C&R-Fischerei - neben den Freizeit- und Erholungsinteressen der Angler - weitere tragfähige Argumente für das Zurücksetzen des Fangs finden. Viele von C&R-Anglern angeführte Argumente für das Zurücksetzen der Fische - wie etwa die Vermeidung einer Überfischung, die Schonung wertvoller Laichfische oder die Unverwertbarkeit kapitaler Fische - sind aber bei Lichte betrachtet jedenfalls zugleich auch Argumente gegen den vorangegangenen Fang des Fischs. Das Pferd wird häufig von hinten aufgezäumt: Nicht für das Zurücksetzen ist ein vernünftiger Grund erforderlich, sondern für den Fang!

Fazit

Das baden-württembergische Fischereirecht geht von einem „Catch to eat“ aus, verbietet C&R aber nicht ausdrücklich. Allerdings ist C&R in ganz Deutschland tierschutzrechtlich verboten. Das Zurücksetzen des Fangs lässt sich nach dem derzeitigen Stand der Rechtsprechung nicht auf einen vernünftigen Grund stützen; der einzelne Angler kann sich insofern nur auf die Verwertung des Fangs zum menschlichen Verzehr als vernünftigen Grund für das Angeln berufen.

Bei unseren europäischen Nachbarn und anderswo wird dies zwar teilweise anders gesehen; dies ist aber kaum hilfreich, weil sich die Frage nach dem vernünftigen Grund im Zweifel stets vor einem deutschen Gericht auf Grundlage der in Deutschland geltenden Rechtslage stellen wird. Eine Änderung der derzeitigen Sichtweise dürfte kaum mit einem bloßen Verweis auf die Freizeitinteressen der Angler herbeigeführt werden können. Die C&R-Fischerei sollte sich vielmehr auf lange Sicht einem breiten gesellschaftlichen Dialog stellen und dabei weitere tragfähige Argumente für das Zurücksetzen des Fangs darlegen. Der LFVBW ist gern bereit, an diesem Dialog mitzuwirken.

Der LFVBW sieht sich allerdings insbesondere den althergebrachten Grundsätzen der Angelfischerei verbunden. Die „klassische“ Fischerei und das Essen der gefangenen Fische sind und bleiben aus Sicht des LFVBW jedenfalls unverzichtbare Bestandteile unserer Gesellschaft, nicht zuletzt auch als gelebte Tradition.

Siehe dazu auch den LFVBW-Tagungsband "Tierschutz in der Fischerei".

 

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