Auswirkungen kleiner Wasserkraftanlagen
Am 22. Januar fand im Bertha-Benz-Saal im Haus der Wirtschaft in Stuttgart ein Symposium zum Thema: "Auswirkungen kleiner Wasserkraftanlagen auf Fischbeständeund die Fischerei" statt.
Nach der Begrüßung durch Herrn Wolfgang Reuther, dem Präsident des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg, eröffnete Herr Ministerialdirektor Bauer vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg (UVM) das Symposium.
Dr. Gerhard Spilok (UVM) hielt den ersten Fachbeitrag zum Thema: "Stand der Wasserkraftnutzung in Baden-Württemberg und rechtliche Rahmenbedingungen". Er sprach über die Bedeutung der nachhaltigen Energiegewinnung mittels Wasserkraft,ihre statistische Größe und die rechtlichen Rahmenbedingungen für Betreiber und Gewässernutzer.
Als nächster Redner zeigte Dr. Dietrich Kratsch vom Regierungspräsidium Tübingen "Naturschutzrechtliche Aspekte des Neubaus kleiner Wasserkraftwerke" auf. Beide Vorträge zusammen zeigten die komplizierte Rechtssituation beim Thema Wasserkraft auf.
Auf die Kaffeepause folgte der Vortrag "Fischabstieg – Problematik und Möglichkeiten" von Klaus Blasel, Büro für Fischereibiologie & Ökologie. Er zeigte anhand von Beispielen im Land, wie derzeit mit verschiedenen Ansätzen versucht wird, einen unbeschadeten Fischabstieg zu gewährleisten.
Im Anschluss daran referierte Gerhard Bartl, Fischereireferent im Regierungspräsidium Freiburg, über "Lebensraumveränderungen durch Wasserkraftnutzung und deren Einfluss auf die Fischfauna und Fischerei". Hierbei zeigte sich, dass neben der häufig fehlenden Durchwanderbarkeit noch viele weitere negative Auswirkungen auf den gesamten Lebensraum entstehen können.
Nach der Mittagspause referierte Peter Dehus von der Fischereiforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg über "Wasserkraftanlagen und Langdistanzwanderfische" und zeigte darin die Auswirkungen auf diese Fischgruppe.
Als letzter Dozent sprach Dr. Frank Hartmann, Fischereireferent im Regierungspräsidium Karlsruhe, über "Optimierung bestehender Anlagen – Win-Win-Situation" über die technische Problematik und Machbarkeit eines Zustandes, in dem sowohl Kraftwerksbetreiber als auch Fische einen Nutzen aus durchgeführten Maßnahmen ziehen können.
Thijlbert Strubelt vom Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz Baden-Württemberg moderierte die Veranstaltung. Alle Vorträge werden zu einem Symposienband zusammengefasst, dessen Erscheinen auf dieser Homepage angezeigt wird.





