Pricing Table Particle

Quickly drive clicks-and-mortar catalysts for change
  • Basic
  • Standard Compliant Channels
  • $50
  • Completely synergize resource taxing relationships via premier market
  • 1 GB of space
  • Support at $25/hour
  • Sign Up
  • Premium
  • Standard Compliant Channels
  • $100
  • Completely synergize resource taxing relationships via premier market
  • 10 GB of space
  • Support at $15/hour
  • Sign Up
  • Platinum
  • Standard Compliant Channels
  • $250
  • Completely synergize resource taxing relationships via premier market
  • 30 GB of space
  • Support at $5/hour
  • Sign Up
Bezirk Nordwürttemberg
von Maintauber bis nach Böblingen.

karte bezirke nb

Lage

Der Bezirk Nordwürttemberg liegt im Nordosten Baden-Württembergs, umfasst 2 Stadt- sowie 11 Landkreise, und reicht von Maintauber bis nach Böblingen.

Mitglieder

Aus Nordwürttemberg sind 205 Fischereivereine Mitglied im LFVBW.

Ansprechpartner

Ihre Ansprechpartner finden Sie in der Adressliste des Bezirskvorstandes Nordwürttemberg.

Bezirksvorstand Nordwürttemberg

In Kooperation mit dem Landratsamt Hohenlohekreis nutzte die FHGJ auch dieses Jahr wieder die Gelegenheit, sich auf der Jagsttal-Wiesen-Wanderung 2017 zu präsentieren und aktuelle Themen aus der Fischerei der Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Erstmals war auch das Fischmobil des LFVBW vor Ort dabei und bot Kindern allerlei wissenswertes rund um's Thema Gewässer.

Mit den Biologen Lisa Hummel und Ruben van Treeck standen den Kindern 2 Experten zur Verfügung, die auf jede Frage eine Antwort parat hatten. Besonders gut kam bei den Kids neben den lebensechten Präparaten das auf dem Fischmobil lackierte Ratespiel an, bei dem die abgebildete Wasserwelt den bereitliegenden Begriffen zugeordnet werden musste.
LFVBW- Präsident Arnulf v.Eyb, der an beiden Tagen vor Ort war, zeigte sich mit der Resonanz sehr zufrieden und wünschte dem Fischmobil auch weiterhin eine derart gute Auslastung, die deutlich aufzeigt, wie richtig die Entscheidung des Verbandes für die Anschaffung des Fischmobils war. Durch den hautnahen Kontakt der Kinder mit den Thema "Gewässerwelt" wird deren Neugier geweckt und Berührungsängste abgebaut.
Ansonsten war Schatten das wichtigste Wort auf der diesjährigen JWW. Die Sonne brannte an beiden Tagen gnadenlos vom blauen Himmel nieder und bescherte Temperaturen von über 30° C. Da traf es sich gut, dass der Stand der FHGJ oberhalb der Jagstbrücke in Mulfingen nicht nur Fachinformationen, sondern auch Sitzplätze im Schatten bot und kühle Getränke sowie kulinarische Schmankerln wie marinierte oder geräucherte Wallerfilets bereit hielt. Die Schautafeln zu heimischen Muscheln und Krebsen und zur natürlichen Bachforellenerbrütung wurden rege nachgefragt.
Neu in diesem Jahr waren Informationen zu einem aktuellen, durch eine Biogasanlage ausgelösten Fischsterben im Sindelbach. Dabei wurde der gesamte, aus Bach- und Regenbogenforellen, Groppen und Bachschmerlen bestehende Fischbestand auf 9,5 km zwischen der Einleitungsstelle und der Jagst so gut wie ausgelöscht. Dies ist deshalb besonders schmerzlich, da es sich um einen autochtonen Fischbestand handelt, der sich über Jahrzehnte selbst erhalten hat und nun für immer verschwunden ist, da das gesamte Gewässer betroffen ist. Eine Regeneration aus ungeschädigten Abschnitten ist daher nicht möglich. Dies bot reichlich Diskussionsstoff, zumal das verheerende Jagstunglück, das über 20t tote Fische forderte, erst knapp 2 Jahre zurückliegt und allen Beteiligten noch deutlich in Erinnerung ist.
Wichtig war den Mitgliedern auch die Gefährdungssituation des europäischen Aals, die in der Öffentlichkeit so gut wie gar nicht wahrgenommen wird. Die Hege Jagst und insbesondere der Hohenloher Fischereiverein Künzelsau propagieren seit Jahren die Notwendigkeit von Besatzmaßnahmen mit Glasaalen, die zur Arterhaltung zwingend notwendig ist. Der massive Rückgang der an den europäischen Küsten ankommenden Glasaale und die hohe Gefährdung für abwandernde Blankaale durch Wasserkraftwerke, die in zahlreihen wissenschaftlichen Arbeiten zweifelsfrei nachgewiesen wurde, zeigen deutlich, dass es für den Aal bereits "5 vor 12" oder vielleicht schon später ist. Auch der LFVBW hat diese Problematik schon länger erkannt und mit seiner Aalaktie und den Sammelbestellungen für einen gemeinsamen Aalbesatz Initiativen ergriffen, dem entgegenzuwirken. Und dies trotz eines für Angler erlassenen absoluten Fangverbots für Aale im Rhein und seinen unmittelbaren Seitengewässern, das von den dort ansässigen Verbandsmitgliedern auf absolutes Unverständnis stößt. Bei den Besuchern riefen die dargestellten Fakten großes Erstaunen hervor und dies zeigte sehr deutlich, dass in der breiten Öffentlichkeit kaum Informationen zur Aalproblematik vorhanden sind und wie wichtig hier eine offensive Informationspolitik der Fischerei zur Aufklärung notwendig ist.
Ganz nebenbei ergaben sich bei den vom Castingreferenten für Nordwürttemberg Walter Heidemann vorgeführten Wurfübungen gute Gespräche über die für das Fischen notwendige handwerkliche Geschicklichkeit beim Werfen, die manche bei einem kühlen Getränk und einer von Markus Hannemann oder Jürgen Schierle frisch geräucherten Forelle, den von Walter Rauch aus Jagstfischen delikat zubereiteten Fischfrikadellen oder den von Jürgen Schierle gebeizten, gerätenfreien Wallerfilets genossen.
Der FHGJ ist es wichtig, dass die Besucher mitnehmen, dass heimischer Fisch eine kulinarische Köstlichkeit ist, die leider immer mehr in Vergessenheit gerät. Dabei stellen gerade die grätigen Weißfische oder der oft verschmähte Waller bei richtiger Zubereitung Leckerbissen dar, die immer wieder auch gerade Nichtfischesser überzeugen und den hohen Stellenwert von heimischen Fischen als ein extensiv genutztes, hochwertiges und nachhaltiges Nahrungsmittel zeigen.
Welche Fische nach dem dramatischen Jagstunglück von 2015 noch in der Jagst leben zeigte Dipl. Biologe Marco Sander an den beiden Elektrobefischungen am Sonntag auf. Entgegen den vergangenen Jahren ließen sich dieses Jahr keine größeren Fische blicken und ein Kabelbruch gegen Ende des zweiten Befischungsvorgangs – just gerade vor der besten Fangstelle - brachte für den E-Fischer und sein Team vom Hohenloher Fischereiverein Künzelsau ein technisches k.o. Nichtsdestotrotz war das Artenspektrum mit 10 Arten durchaus akzeptabel und zeigte einen repräsentativen Artenquerschnitt der Jagst auf. Allerdings lag die Individuenzahl doch deutlich unter den Vorjahresergebnissen, was sicherlich auch dem Jagstunglück geschuldet ist und verdeutlicht, dass die Jagst von einer Normalität im geschädigten Abschnitt noch weit entfernt ist.
Nach den 2 heißen Tagen war das Betreuungsteam zwar abgekämpft, aber mit dem Erreichen durchaus zufrieden und blickt mit Optimismus auf die im nächsten Jahr folgende 9. Auflage der JWW im idyllischen Jagsttal.