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Die Wanderfische Baden-Württemberg gemeinnützige GmbH wurde vom Landesfischereiverband Baden-Württemberg mit dem Ziel gegründet, Wanderfischen wieder einen Lebensraum zu bieten.

Das Naturschutzwarteseminar des LFVBW hat sich in diesem Jahr mit den Auenlandschaften des Rheins nördlich von Karlsruhe befasst. 35 Teilnehmer aus den Reihen des LFVBW, des Badischen Sportfischerverbands und der IG Angelfischerei Hardt sowie fünf Referenten evaluierten die überragende Bedeutung der Auen mit deren Ökosystemfunktionen und Erhaltung der Biodiversität. Die Veranstaltung wurde von allen Teilnehmern ausnahmslos als lehrreich und sehr wertvoll beurteilt. Im kommenden Jahr 2020 soll die Bodenseeregion im Mittelpunkt stehen.

Herr Professor Dr. Emil Dister (ehem. Leiter des WWF Aueninstituts und Professor am Institut für Geographie und Geoökologie am KIT) gab eine sehr anschauliche Einführung in die Auen-Ökologie und führte anschließend eine Exkursion in das Elisabethenwört. Die Auengebiete entlang des Rheins wurden seit Tulla ab dem Jahr 1817 immer weiter dezimiert und heute kommen nur noch kleinräumige, bereits gestörte Auenwälder entlang des Rheins vor. Umso wichtiger ist der Schutz dieser Restvorkommen.

Am zweiten Tag gab Herrn Dr. Frank Hartmann (Fischereireferent RP Karlsruhe) einen Ausblick auf die Fischfauna des Rheins. Neben den Problemen, wie die mangelnde Durchgängigkeit insbesondere für Wanderfische, zeigte Herr Dr. Hartmann aber auch Entwicklungsmöglichkeiten auf, wenn Fachleute hartnäckig zusammenarbeiten, mit dem Ziel des Erhalts und der Entwicklung naturnaher Gewässersysteme mit ihrer heimischen Fischfauna. Die Fischfauna sollte aber auch weiterhin genutzt werden können, da wir nur Natur nachhaltig schützen können, wenn wir diese auch nutzen dürfen.

Herr Manuel Ulrich (RP Karlsruhe) brachte die Teilnehmer zum Thema Retentionsraum Elisabethenwört auf den aktuellen Stand. Das Elisabethenwört soll in der Zukunft zum Hochwasserschutz wieder an den Rhein angebunden werden. Da das durch eine Dammrückverlegung erfolgen soll, könnte eine Fläche von mehr als 400 ha wieder regelmäßig bei Hochwasser geflutet werden. Hier könnte wieder eine „natürliche“ Auenlandschaft entstehen und der LFVBW begüßt diese einzigartige Chance einer Auenrenaturierung am Rhein in Baden-Württemberg.

Die Arbeit der KABS e.V. zur Stechmückenbekämpfung stellte Herr Daniel Hoffman vor und machte unmissverständlich klar, dass viele kritische Medienberichte in der Vergangenheit nicht der Wirklichkeit entsprechen. Die Mückenbekämpfung der KABS mit dem BTI tötet vielmehr gezielt Stechmücken im Larvenstadium ab und hat – wenn richtig ausgebracht – kaum Auswirkungen auf andere Tiergruppen. Anwohner am Rhein vertrauen seit vielen Jahrzehnten auf die unverzichtbare Dezimierung von Mückenplagen durch die KABS.

Last but not least dozierte Herr Dr. Chris Chucholl (Eco Surv) über den Kaliko-Krebs im Rhein, der nicht nur heimische Krebsarten verdrängt, sondern, auf Grund seiner schnellen Generationsfolge, auch bereits andere Invasive Arten, wie den Kamber-Krebs, dezimiert. Der Kaliko-Krebs stellt eine sehr ernste Bedrohung für die aquatischen Lebensräume des Rheins und seiner Zuläufe dar.

An alle Referenten und Teilnehmer richtet der Landesfischeiverband Baden-Württemberg e.V. seinen herzlichen Dank!

Über die Örtlichkeiten und den zeitlichen Ablauf des Naturschutzwarteseminars 2020 werden wir Sie auf unserer Webseite in Kürze informieren.

Hier finden Sie Links zur weiterführenden Literatur und zu interessanten Webseiten:

Potenziale zur naturnahen Auenentwicklung (2018) PDF

Biodiversität der Flussauen in Deuschland (BFN Shop)

IZW Tagungsband Dr. Hartmann 2011

Der Rückhalteraum Elisabethenwört

Hier kommen Sie auf die Webseiten der KABS

Flusskrebse Handreichung Fischereiforum Dr. Chucholl 2017

 

 

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Regelmäßig bieten wir den Verbandsmitgliedern Möglichkeiten, an Angelworkshops und Angelreisen teilzunehmen. Unter Anleitung von "Profianglern" in Zusammenarbeit mit dem Angelgerätegersteller JENZI vermittelt der LFVBW-Verbandausschuss Angelfischerei Tipps und Tricks zu vielen Angelthemen.

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Kalender Wilde Welten
Kalender Wilde Welten
Kalender Wilde Welten
Große und kleine Entdecker stoßen überall auf Interessantes und Neues, denn Wilde Welten gibt es nicht nur in Nationalparks. Ob die Wanderung der Graugänse am Himmel, ein Karauschenbiotop im Altwasser oder die Hasenhochzeit auf den Feldern: Überall werden Entdecker wilder Tierwelten fündig. Um unsere heimischen Naturphänomene wiederzuentdecken, braucht es oft die Hilfe von Kennern – wer kennt die Fährten von Fuchs und Dachs, wer weiß, wo ein Äschenlaichzug im Fluss zu beobachten ist? Die Themen der Monatsblätter regen zum tieferen Einstieg in die Tierwelten an. Ganz neue Welten eröffnet die Themenerweiterung im Internet. Dort kann in die aktuelle Forschungs- und Schutzprogramme für Tiere eingetaucht werden – ob bei Äsche, Graugans, Wildkatze oder Lachs. Diese und weitere eindrucksvolle Beispiele aus faszinierenden wilden Welten bietet der inhaltlich erweiterte Schulkalender 2019 durch die Zusammenarbeit von Fischern und Jägern Baden-Württembergs. Wer sich mit der Natur beschäftigen und sie Kindern vermitteln möchte, wird im Kalender und im Wilde Welten-Onlineangebot reichhaltig fündig.
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Die Wanderfische Baden-Württemberg gemeinnützige GmbH, kurz WFBW, wurde vom Landesfischereiverband Baden-Württemberg mit dem Ziel gegründet, Wanderfischen im heimischen Rheingebiet wieder einen Lebensraum zu bieten. Die WFBW setzt sich vorrangig für die Wiedereinbürgerung von Lachs und Meerforelle ein und unterstützt damit die erfolgreiche Arbeit des Wanderfischprogammes in Baden-Württemberg.
Das Fischmobil
Fisch on Tour
Das Fischmobil
Fisch on Tour – Gewässerwelten erleben! Fisch on Tour ist ein kostenloses Projekt des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg e.V. Mit dem Fischmobil besuchen wir Schulen und Feriengruppen, um gemeinsam mit den Kindern den Lebensraum Gewässer und die darin vorkommenden Lebewesen zu erkunden. Wir bieten einen individuellen, außerschulischen Lernort als reizvolle Ergänzung zum stationären Unterricht – direkt am Gewässer. Während der Veranstaltung entdecken die Kinder spielerisch für sie Unbekanntes und erforschen die Natur selbstständig mit geeigneten Materialien. Dabei ist es uns besonders wichtig, die Kinder zu begeistern.