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Bezirk Nordwürttemberg
von Maintauber bis nach Böblingen.

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Lage

Der Bezirk Nordwürttemberg liegt im Nordosten Baden-Württembergs, umfasst 2 Stadt- sowie 11 Landkreise, und reicht von Maintauber bis nach Böblingen.

Mitglieder

Aus Nordwürttemberg sind 205 Fischereivereine Mitglied im LFVBW.

Ansprechpartner

Ihre Ansprechpartner finden Sie in der Adressliste des Bezirskvorstandes Nordwürttemberg.

Bezirksvorstand Nordwürttemberg

Der ASV Kirchberg/Murr e.V. hat über einen Zeitraum von fast zwei Jahren seine Teichanlage renaturiert. Anbei findet ihr einen detaillierten Bericht über die getroffenen Maßnahmen und die damit verbundenen Erfolge.

Die Teichanlage des ASV Kirchberg/Murr e.V. besteht aus 2 kleinen Weihern mit einer Gesamtfläche von ~1 ha, welche durch einen Zufluss aus dem angrenzenden Wald mit Frischwasser gespeist werden. Durch einen Überlauf miteinander verbunden, schließt sich der größere an den kleineren der beiden Teiche an, wobei die ersten rund 30 m des größeren Teichs als Schongebiet genutzt werden.

Um den Mitgliedern trotz der geringen Gewässergröße in der Zukunft ein möglichst attraktives Angelgewässer zur Verfügung stellen zu können, wurde vom Ausschuss Ende 2014 ein Konzept ausgearbeitet mit der Zielsetzung das biologische Potential des Gewässers besser auszuschöpfen, indem man der vorhandenen Flora und Fauna ein bestmögliches Biotop (=Lebensraum) bietet. Der Konsens darüber, dass sich diese beiden Aspekte nicht ausschließen, sondern aufeinander aufbauen, legte den Grundstein für die Umsetzung des Konzepts. Ein Biotop, welches Teichmuschel, Bitterling, Moderlieschen, Ringelnatter, Grasfrosch, Eisvogel und vielen weiteren Tierarten geeignete Lebensbedingungen bietet, sagt auch Schleie, Barsch und Hecht zu und bietet somit bestmögliche Aussichten auf einen kurzweiligen Angeltag am Wasser.

Zahlreiche Einflussfaktoren wie Lichteinfall, Zusammensetzung des Ausgangswassers, Gewässerstruktur, die Zusammensetzung der vorkommenden Arten und Weitere bestimmen letztendlich den Ertrag und die Attraktivität des Angelgewässers. Einige dieser Faktoren sind allerdings nicht unveränderlich, sondern durch entsprechende Bewirtschaftung und Gestaltung beeinflussbar. Hier setzt das Konzept an. Ganz konkret soll den Anglern eine bestmögliche, abwechslungsreiche Fischwaid ermöglicht werden, was durch ein „rund“ laufendes System erreicht wird. Das bedeutet, dass der grundlegende Ansatz ist, das Biotop für alle Bewohner vom Bakterium bis zur Ringelnatter attraktiv zu gestalten.

Um die gesamte Nahrungskette, an deren Ende Fried- und Raubfische, Reptilien und Vögel stehen, von unten her zu stärken, standen v.a. drei Aspekte im Fokus: Förderung des organischen Stoffabbaus durch großflächige Optimierung der Sauerstoffversorgung, sowie Schaffung von neuer Siedlungsfläche für die Mikroflora, welche an der Durchführung des organischen Stoffabbaus die Schlüsselrolle spielt, sowie gleichzeitig die Basis der Nahrungskette darstellt. Außerdem die Strukturierung des Gewässers zur Schaffung unterschiedlicher Lebensräume, Schutzräume und Reviere auf kleinem Raum.

Für die Verbesserung der Sauerstoffversorgung wurde zum einen die Einbringung durch Photosynthese und optimierte Frischwasserzuflüsse, zum anderen die möglichst großflächige Verteilung des angereicherten Wassers durch Letztere, gefördert. Einbringung von Totholz und Reisig bildet durch seine Oberfläche Siedlungsfläche für Bakterien, schafft Struktur für Reviere und Schutzräume für Fische.
Die Sauerstoffeinbringung durch Photosynthese erfolgt durch Ergänzung der Unterwasserflora mit feingliedrigen submersen Pflanzen mit hoher Photosyntheserate, wie Laichkraut und ähriges Tausendblatt. Dadurch wird sowohl das Frischwasser aus dem kleinen Teich, als auch das Wasser des Hauptteichs direkt mit Sauerstoff angereichert.
Für die Aufbereitung des Frischwassers für den Hauptteich wurde der kleine Teich entsprechend umgestaltet. Dieses soll bestmöglich mit Sauerstoff und Nährstoffen angereichert sein, um den organischen Stoffabbau zu begünstigen, die Unterwasserflora, zu versorgen, sowie den Fischen für die warmen Sommermonate eine Stelle mit erhöhter Sauerstoffkonzentration zur Verfügung zu stellen. Dazu wurden im kleinen Teich Pflanzterrassen angelegt, welche auf der unteren Ebene den echten Unterwasserpflanzen, auf der oberen Ebene Sumpfpflanzen einen Lebensraum bieten. Die Pflanzen wiederum bieten durch ihre Struktur Insekten, Amphibien und Fischen Laichsubstrat und Unterstand.
Der Fischbesatz des kleinen Teichs soll vorwiegend aus kleinwüchsigen Fischen mit hoher Reproduktionsrate bestehen. Die Fische sorgen durch ihre Ausscheidungen für die Anreicherung des Wassers mit Nährstoffen. Die wachsende Population wird durch Übersiedeln in den Hauptteich den Raubfischen als Nahrung dienen.

In der ersten Umsetzungsstufe des Konzepts Anfang 2015 wurde eine Verbesserung der vorhandenen Unterwasserstruktur angestrebt. Dazu wurden schrittweise größere Mengen Totholz und Reisig v.a. in Ufernähe eingebracht  um zum einen die gesamte Oberfläche unter Wasser zu erhöhen und somit der Mikroflora mehr Siedlungsfläche zu bieten und somit den organischen Stoffabbau zu begünstigen, sowie die gesamte Nahrungskette im Gewässer von unten her zu stärken. Zum Anderen war die Schaffung von Unterständen, Reviergrenzen und Rückzugsräumen für Fische wichtig.
Schutzräume für Fische bei Fraßdruck durch Kormorane v.a. im Winterhalbjahr wurden durch die Ausstattung einer Fläche im Schongebiet mit feingliedrigen, senkrechten Reisigstrukturen erreicht, welche vom Grund bis zur Wasseroberfläche reichen. Durch deren modularen Aufbau können einzelne Elemente bei Bedarf versetzt, ergänzt oder ersetzt werden. Diese Strukturen wurden Anfang 2016 durch eine inselartige Reisigstruktur ergänzt, welche bis über die Wasseroberfläche hinausragt und in Zukunft auch als Siedlungsfläche für unterschiedliche Pflanzenarten dienen soll.

In der zweiten Umsetzungsstufe ab Frühjahr 2015 folgte die Optimierung der Sauerstoffversorgung durch Modifikation der Frischwasserzuläufe.

Im Sommer 2015 folgten neben weitren Maßnahmen zur Strukturverbesserung die Pflege des Schwimmblattpflanzenbestands mit dem Ziel, mehr freie Wasseroberfläche für den Gasaustausch zu schaffen, sowie mehr Licht für die Photosynthese der submersen Pflanzen eindringen zu lassen.

Ende 2015 wurden im kleinen Teich Pflanzterrassen angelegt.

Im laufenden Jahr 2016 wird neben der weiteren Optimierung der bereits umgesetzten Maßnahmen an der Ansiedlung von Sumpf- und Unterwasserpflanzen gearbeitet, sowie der kleine Teiche mit der ersten Fischart, den Moderlieschen, besetzt.

Die ersten Erfolge der bereits umgesetzten Maßnahmen sind bereits deutlich sichtbar. Neben der bereitwilligen Annahme der eingebrachten Reisigstrukturen als Laichsubstrat u.a. durch den Hecht, hat sich die Fischdichte in den strukturierten Bereichen deutlich erhöht. Der Einlaufbereich wird durch das vermehrte Vorkommen von Insektenlarven in der sanften Oberflächenströmung von unterschiedlichen Fischarten gerne zur Nahrungsaufnahme genutzt und die Unterwasserflora beginnt sich v.a. in diesem Bereich zu etablieren.